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Kaliumhydroxyd BestellNr.:802
Kaliumhydroxyd ( KOH ) wird als Plätzchen, als Granulat oder in
Pulverform hergestellt. Für die Präparation von z.B. Seelilien aus dem
Muschelkalk unentbehrlich. Das KOH ist hygroskopisch, d.h. es zieht die
Luftfeuchtigkeit an. Hierbei löst sich das Material auf und bildet eine stark
ätzende Lauge, die mergelige Reste auf den Fossilien auflöst. Durch mehrfaches
auftragen von KOH reduziert sich das umgebende Sediment. Bereiche die nicht mehr
abätzen sollen werden nach neutralisieren mit z.B. einem Steinpflegemittel
abgedeckt. Nach der Behandlung ist eine Neutralisierung mittels Essigsäure
wichtig (um Ausblühen zu vermeiden). Anschließend sollte auch noch eine
Wässerung über eine gewisse Zeit erfolgen. Auch bei kalkigen / mergeligen
Fossilien ( z.B. Höver, Misburg, Porta, Sengenthal, Kinding, Geisingen u.v.m..)
) kann KOH eingesetzt werden, soweit das Fossil eine Schale aus Calcit hat.
Jedoch sollte man bei Seeigel vorsichtig sein, die Lauge geht durch feinste
Risse und die Ambulakralplatten können anschließend abfallen oder sofern
innerhalb des Igels Markasit ist neigt dies dann erheblich schneller zum
Ausblühen.
Kaliumhydroxyd ( KOH ) wird als Plätzchen, als Granulat oder in Pulverform hergestellt. Für die Präparation von z.B. Seelilien aus dem Muschelkalk unentbehrlich. Das KOH ist hygroskopisch, d.h. es zieht die Luftfeuchtigkeit an. Hierbei löst sich das Material auf und bildet eine stark ätzende Lauge, die mergelige Reste auf den Fossilien auflöst. Durch mehrfaches auftragen von KOH reduziert sich das umgebende Sediment. Bereiche die nicht mehr abätzen sollen werden nach neutralisieren mit z.B. einem Steinpflegemittel abgedeckt. Nach der Behandlung ist eine Neutralisierung mittels Essigsäure wichtig (um Ausblühen zu vermeiden). Anschließend sollte auch noch eine Wässerung über eine gewisse Zeit erfolgen. Auch bei kalkigen / mergeligen Fossilien ( z.B. Höver, Misburg, Porta, Sengenthal, Kinding, Geisingen u.v.m..) ) kann KOH eingesetzt werden, soweit das Fossil eine Schale aus Calcit hat. Jedoch sollte man bei Seeigel vorsichtig sein, die Lauge geht durch feinste Risse und die Ambulakralplatten können anschließend abfallen oder sofern innerhalb des Igels Markasit ist neigt dies dann erheblich schneller zum Ausblühen.
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Natriumhydroxyd Wie Kaliumhydroxyd nur nicht so aggressiv. Ist in der Regel Bestandteil von „Rohrfrei“.
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2. Säuren
Salzsäure
Salzsäure hat die Möglichkeit
insbesondere Kalkige Sedimente anzugreifen, aber Achtung nur in gut belüfteten
Bereichen – am Besten im Freien mit der Säure arbeiten um keine Verätzung der
Atemwege zu riskieren.
Essigsäure
Ist als Essig in jedem Lebensmittelladen zu bekommen ( 0,5 Liter
= 50 Eurocent ). Sie ist zur Neutralisation nach einer Behandlung mit Lauge wie
KOH unbedingt notwendig, da selbst langes spülen mit Wasser keine ausreichende
Neutralisierung ergibt. Auch besteht die Möglichkeit z.B. Restanhaftungen von
Kalkmergel an Seeigeln aus Höver oder Misburg wegzubekommen. Ich bin jedoch kein
Fan von dieser Methode, da die Säure auch durch feinste Risse kommt und den
Calcit zum abplatzen bringt. Also wer es versuchen möchte erst nur mal
ausprobieren und nicht gerade an den besten Stücken.
Ameisensäure
Ameisensäure wird von
verschiedenen Sammlern genommen zur Präparation von Wirbeltierresten wie zum
Beispiel aus den Geoden des Lias epsilon. Durch langsames aufträufeln und
einwirken löst die Säure das umgebende Gestein. Ich selbst muss aber gestehen,
hier noch keine eigenen Erfahrungen gemacht zu haben. Ich selbst nutze sie für
das Freilegen von Seeigeln aus mergeligen Bereichen aus Frankreich z.B.
Das Gestein wird vorher leicht feucht gemacht und mit etwas Säure
übergossen. Sobald keine Reaktion mehr zu sehen ist ( Blasenbildung ) wird
erneut etwas Wasser übergegossen. Dies erfolgt so lange bis keine Blasen mehr zu
sehen sind. Anschließend reichlich wässern. Das bringt zum Teil super Erfolge –
also ausprobieren.
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3. Tenside
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Vor einigen Jahren, angeregt durch zwei Aufsätze über „Rewoquat“
habe auch ich versucht mit Tensiden zu arbeiten.
Es war nicht einfach eine entsprechende Bezugsquelle zu finden,
aber für die ersten Versuche bekam ich von einem befreundetem Sammler ein
Marmeladenglas voll
fertige Substanz.
Bevor man gute Fossilien präpariert sollte wie üblich eine
Versuchsserie probiert werden. Geeignetes Material sind alle Fossilien in
mergeligem Material, also insbesondere Fossilien aus den Fundstellen Mistelgau,
Sengenthal, Muschelkalk, Höver, Misburg, Wunstorf. Es müssen nur Calzitisierte
Fossilien sein! Einfach mal Probieren! Leider sind auch Tenside keine
Allheilmittel. Nur die Reste von umgebenden Gestein können gelöst werden, also
keine Kilobrocken in die Lösung legen, sondern mechanisch bis kurz vor die
Oberfläche des Fossils das Gestein wegpräparieren und anschließend für die
abschließende Behandlung das Fossil in die fertige Lösung des Tensides legen.
Bewährt hat sich die Verwendung von TUPPER-Dosen für kleinere Fossilien, weil
die Dose dicht verschlossen werden kann und so der Alkohol nicht verdunsten
kann!
Bei größeren Stücken nehme ich gerne Müllbeutel und lege sie entweder auf den
Tisch (bei Platten) oder aber in ein Wasserbad, welches den Vorteil hat, dass
das Wasser die vorhandene Luft aus dem Beutel verdrängt ,und so, nach
verschließen des Beutels, der Alkohol des Rewoquats nicht verdunsten kann.
Nach ca. einem Tag nehme ich den Beutel aus dem Wasser, lasse das Rewoquat etwas
ablaufen (bzw. vorsichtiges abstreifen) und wasche das Fossil grob mit lauwarmen
Wasser ab. Ist die gewünschte Freilegung noch nicht erreicht wiederhole ich den
Vorgang solange bis das Fossil vollständig freigelegt ist.
Zum Schluss wasche ich das Fossil so lange, bis es nicht mehr schäumt. Nach
abschließenden Trocknen wird das Fossil zum Schutz mit REMBER oder KLADOL
behandelt.
Nun habe ich ein Fossil, welches nicht "nachblüht" und einfach nur toll
aussieht!
Ein noch entscheidender Vorteil ist: Man kann seine
Fossilien/Steine mit Sekundenkleber kleben ohne das die Klebestelle durch das
REWOQUAT leidet
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